Wie komme ich an die richtigen Adressen für meine Werbebriefe und Werbeanschreiben?
Ich sage es als Werbebrieftexter nur äußerst ungern, aber …
… ein schlecht formulierter Werbebrief an die richtige Adressenliste wird Ihnen mehr Erfolg bringen als ein noch so brillant geschriebener Brief an die völlig falsche Zielgruppe.
Ein Beispiel für falsche Werbebriefadressen:
Angenommen, Sie sind ein EDV-Unternehmer, der sich auf PC-Netzwerke spezialisiert hat. Und senden Ihren Werbebrief an Einzelunternehmer, die in der Regel auch nur einen PC haben … verschenktes Porto!
Oder ein anderes Beispiel: Sie möchten Carports verkaufen und schicken Ihren Werbebrief an Leute, die in Mietwohnungen leben. Was meinen Sie, wie groß wird Ihr Rücklauf sein?
Nur wer Ihr Angebot tatsächlich nutzen kann,
wird sich auch dafür interessieren!
Ein weiterer Vorteil, wenn Sie an die richtigen Adressen schreiben: Sie können Ihren Werbebrieftext exakt auf diese Zielgruppe ausrichten. Das macht Ihren Werbebrief wesentlich überzeugender. Sie können Ihr Angebot und Ihre Vorteilsargumentation exakt auf diese spezielle Zielgruppe ausrichten. Je konkreter, je besser. Ihr Leser fühlt sich dadurch viel direkter angesprochen. Doch zurück zu der Frage:
Wie kommen Sie an optimale Adressen für Ihren Werbebrief?
Hier gibt es wie immer mehrere Möglichkeiten. Die teuerste und wahrscheinlich beste: Sie kaufen diese Adressen über einen Adressverlag. Diverse Firmen bieten Ihnen dazu exzellente Selektionsverfahren. Angefangen vom Postleitzahlenbereich bis hin zur Firmengröße, Mitarbeiterzahl und vielem mehr. Sie finden diese Adressanbieter im Internet unter dem Suchbegriff „Adressverlage“ oder „Firmenadressen“.
Eine Alternative sind Abonnements von Adressen-CD-ROMs. Vergleichsweise günstig erhalten Sie in regelmäßigen Abständen einen aktuellen Datenbestand, aus dem Sie wählen können. In der Regel ist eine gewisse Anzahl von Adressen in Ihrem Abo-Preis inklusive. Brauchen Sie mehr, kostet Sie diese Freischaltung eine zusätzliche Gebühr.
Noch günstiger sind Branchenverzeichnisse auf CD-ROMs. Sie erscheinen im halbjährlichen Rhythmus, kosten um die 10 bis 20 Euro und bieten Ihnen eine hohe Funktionalität. Für Sie besonders interessant ist die Exportfunktion: Bis zu 75 Adressen können Sie in der Regel exportieren. Ob das auch immer statthaft ist, steht in den Geschäftsbedingungen der jeweiligen Anbieter.
Ein Nachteil dieser Branchen-CDs soll nicht unerwähnt bleiben:
Sie enthalten oft Dubletten (doppelte Adressen), da sich viele Unternehmen, um besser gefunden zu werden, gleich mehrfach eintragen. Beispiel:
Firma Max Mustermann, Am Musterweg 19, 12345 Musterdorf
Firma Dipl.-Ing. M. Mustermann, Am Musterweg 19, 12345 Musterdorf
Diese Dubletten müssen Sie natürlich aussortieren, sonst erhält der gleiche Empfänger mehrere Briefe von Ihnen. Das wäre nicht sehr professionell und außerdem wird das für Sie auf Dauer zu teuer, wenn Sie nur mal an das Porto denken.
Der aus meiner Sicht größere Nachteil:
Sie haben keinen persönlichen Ansprechpartner, sondern lediglich die Adresse der Firma. Das heißt, Sie können mit diesen CD-ROMs kaum personalisierte Werbebriefe gestalten.
Sie wissen ja: Ihre Erfolgschancen liegen mit einem direkten persönlichen Ansprechpartner wesentlich höher als mit dem berühmten Brief an die „Geschäftsleitung“. Ihr Werbebrief landet bei größeren Unternehmen dann in der Poststelle und danach wahrscheinlich im Papierkorb. Schade ums Porto.